Mastzellaktivierungs-Syndrom – wenn die Mastzellen verrücktspielen

Mastzellaktivierungs-Syndrom – wenn die Mastzellen verrücktspielen

Einleitung

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) ist eine komplexe, oft übersehene Erkrankung des Immunsystems. Betroffene haben eine Vielzahl von Symptomen – von Hautrötungen und Durchfall bis hin zu Herzrasen, Schwindel oder chronischer Erschöpfung. Ursache sind überaktive Mastzellen, die Botenstoffe in übermässigem Masse freisetzen.

In diesem Beitrag erfährst du, was Mastzellen sind, welche Rolle sie im Körper spielen, wie MCAS diagnostiziert wird, wieso es häufig mit EDS und POTS auftritt und welche Therapien helfen können, das Gleichgewicht wiederherzustellen.


Was sind Mastzellen

Mastzellen sind runde Zellen des Immunsystems und gehören zu den weissen Blutkörperchen (Leukozyten) (Histology, Mast Cells, 2025). Sie spielen eine zentrale Rolle in der Immunabwehr und insbesondere im Allergiegeschehen (Histology, Mast Cells, 2025).

Mastzellen werden im Knochenmark gebildet, wandern im unreifen zustand ins Blut und werden im Bindegewebe weiter differenziert (Seneviratne et al., 2017). Für ihre Reifung benötigen sie eine KIT-Aktivierung – Mutationen im KIT-Gen können daher Mastzellerkrankungen verursachen (The Mast Cell Disease Society, Inc., 2024).

Sie kommen in allen Organen und Geweben vor. Die Mehrheit der Mastzellen befinden sich an Grenzflächen zur Aussenwelt – also in der Haut, in der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts, der Atemwege und des Urogenitalsystems (Histology, Mast Cells, 2025 ; Seneviratne et al., 2017). Mastzellen unterscheiden sich je nach Lokalisation, z. B. in Bindegewebs- und Schleimhautmastzellen (Wasserman, 1990).

Ausserdem befinden sich viele Mastzellen in der Nähe von Nervenfasern, Blut- und Lymphgefässen (NCI Dictionary Of Cancer Terms, o. D.).

Im Innern enthalten Mastzellen zahlreiche Granula – kleine, membranumhüllte „Säckchen“, die eine Vielzahl von chemischen Botenstoffen (Mediatoren) enthalten (Bonamichi-Santos & Castells, 2016).


Die wichtigsten Mastzellmediatoren

Mastzellen enthalten über 390 Mediatoren, welche Entzündungen, Blutdruck, Schmerzempfinden, Immunantwort und Wundheilung beeinflussen (Molderings & Afrin, 2023).
Bei Aktivierung der Mastzelle werden die Mediatoren freigesetzt (Bonamichi-Santos & Castells, 2016). Dieser Vorgang nennt sich Degranulation.


Zu den wichtigsten Mediatoren zählen:

Mediator (Botenstoff)Hauptwirkungen im KörperTypische Symptome bei Überaktivität
HistaminErweiterung der Blutgefässe, erhöhte Gefässdurchlässigkeit, Verengung der Bronchien, Magensäurefreisetzung, Stimulation von NervenendenBlutdruckabfall, Hautrötung, Juckreiz, Nesselsucht, Magenbeschwerden, Durchfall, Kopfschmerzen, asthmatische Beschwerden, Osteoporose, Konzentrationsprobleme, Migräne, Schlafstörungen, Fatigue, allergischer Schock
Tryptase Einfluss auf Gefässmuskulatur, entzündungsfördernd, Immunzellen werden angelockt (Chemotaxis), GewebeumbauNesselsucht, Hautrötung, Juckreiz, Herzrasen, tiefer Blutdruck, Osteoporose, Gewebeumbau
Chymase (in Mastzellen des Magendarmtraktes)Umbau der extrazellulären Matrix, Aktivierung von kollagenabbauenden Enzymen, entzündungsfördernd, beteiligt am Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS)Übermässiger Umbau der extrazellulären Matrix, übermässige Vermehrung von Mastzellen, Bluthochdruck, Herzrasen, Osteoporose
HeparinHemmung der Blutgerinnung, entzündungshemmend Neigung zu blauen Flecken, verlängerte Blutungszeit, begünstigt Osteoporose
Leukotriene (C4, D4, E4)Erhöhte Gefässdurchlässigkeit, Verengung der Bronchien, Förderung von Entzündungen, SchleimabsonderungGewebsschwellung, Nesselsucht, Atemnot, Husten, asthmatische Beschwerden, Bauchkrämpfe/-Schmerzen, tiefer Blutdruck
Prostaglandin D₂Verengung der Bronchien, Erweiterung der Blutgefässe, fördert Blutgerinnung, Schleimabsonderung, erhöhte GefässdurchlässigkeitAsthmatische Beschwerden, Hautrötung, Juckreiz, Nesselsucht, Bauchkrämpfe, Durchfall Reflux, Übelkeit, Knochenschmerzen, Konzentrationsprobleme, Amnesie, Migräne, Schlafstörungen
Platelet Activating Factor (PAF)Regulation des Blutdrucks, Gefässerweiterung, Blutplättchenaktivierung, Förderung von Entzündungsreaktionen, Verengung der BronchienNiedriger Blutdruck, Kreislaufkollaps, Schwindel, Bauchkrämpfe, Nesselsucht, Arrhythmien, asthmatische Beschwerden, Rachenschwellung, verstopfte/juckende Nase
BradykininErweiterung und erhöhte Durchlässigkeit der Blutgefässe, Steuerung von Immunprozessen, lokal gesteigertes SchmerzempfindenAngioödem (Schwellung von Haut/Schleimhaut), Schmerzen
Interleukine (IL-1, IL-6, IL-8, IL-13 u.a.)Regulation des ImmunsystemsFieber, Fatigue,
Gewichtsverlust, Geschwollene Lymphknoten
Quellen: Valent et al., 2011; Carter et al., 2013; Theoharides et al., 2015; Molderings & Afrin, 2023

Mastzellaktivierungs-Erkrankungen

Als Mastzellaktivierungserkrankungen (MCADs) wird eine Zunahme, eine verstärkte Aktivität der Mastzellen oder beides gleichzeitig beschrieben (Kucharik & Chang, 2020; Seneviratne et al., 2017; Valent et al., 2011).

Formen der MCAD:

  • Kutane und systemische Mastozytosen
  • Hereditäre-Alpha-Tryptasämie
  • Mastzellaktivierungssyndrome (MCAS)
  • Mischformen

Es werden drei Subtypen des MCAS unterschieden:

Primäres (monoklonales) MCAS

  • Genetischer Defekt einiger Mastzellen z. B. KIT-Mutation.
  • Kriterien der systemischen Mastozytose sind nicht erfüllt.
  • Kriterien für ein MCAS sind erfüllt.

Sekundäres MCAS

  • Symptome durch zugrunde liegende Erkrankung oder Auslöser.
  • Kriterien für MCAS erfüllt.
  • Beispiele: IgE-vermittelte Allergien, Autoimmunerkrankungen, bakterielle Infektionen, Medikamentenreaktionen.

Idiopathisches MCAS

  • Alle Kriterien für MCAS erfüllt, jedoch keine primäre oder sekundäre Ursache
  • Idiopathisches MCAS ist eine Ausschlussdiagnose -> andere mögliche Ursachen für die Beschwerden müssen ausgeschlossen werden.
    • Andere Ursachen z.B. Phäochromozytom (seltener neuroendokriner Tumor), Infektionen, Vergiftungen, Schilddrüsenerkrankungen
Abbildung 1: Übersicht über die Mastzellerkrankungen (Kucharik & Chang).


MCAS-Diagnosekriterien

Nach dem globalen Konsens-2 (Weinstock et al., 2020).

Hauptkriterium

  • Mastzellaktivierungs-Symptome in ≥ 2 Organsystemen (Tabelle 2)

Nebenkriterien

  • Nachweis erhöhter Mastzellmediatoren im Blut/Urin z.B. Tryptase, Leukotrien E4 (Urin), Heparin (Blut), Prostaglandin D2 (Blut) und Histamin/N-Methylhistamin (Blut/Urin), Chromogranin A.
  • Symptomlinderung durch Mastzellmediatorspezifischen Medikamenten z.B. Antihistaminika
  • ≥ 20 Mastzellen pro Hauptgesichtsfeld (HPF) in einer Biopsie der Blase oder des Magen-Darm-Traktes

Ausserdem kann der validierte Mast Cell Mediator Release Syndrome (MCMRS) Questionnaire bei der Diagnosestellung unterstützen (Weinstock et al., 2020).

Die deutsche Version des Fragebogens findest du hier:


Diagnoserelevante Mastzellaktivierungs-Symptome

Organ/-SystemSymptom
KonstitutionErschöpfung, Fieber, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
Hals-Nasen-OhrenBindehautentzündung, Tinnitus, Gehörverlust, Schnupfen, Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung, Halsschmerzen
NervensystemKopfschmerzen, Migräne, Brainfog, Angst, Übelkeit
Herz-Kreislauf-SystemBrustschmerzen, Herzklopfen, tiefer Blutdruck
Harn- und GeschlechtsapparatHäufiger und plötzlicher Harndrang, erschwertes/schmerzhaftes Wasserlassen
SpeiseröhreReflux, Schluckstörungen, Klossgefühl, Brustschmerzen
MagenÜbelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Aufstossen, Sodbrennen, Schmerzen hinter dem Brustbein, vorzeitiges Sättigungsgefühl, Blähungen
Dünn- und DickdarmBauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung
LeberVergrösserung der Leber, erhöhte Leberenzym-Werte
SpeicheldrüsenSchwellung
LymphsystemLymphknotenschwellung
HautFlushing/Hautrötung, Juckreiz, Nesselsucht/Nesselfieber, Ausschlag
MuskuloskelettalMuskel-, Gelenkschmerzen, Schwellung der Gelenke
Tabelle 2 (Weinstock et al., 2020)

Die Intensität der Symptome kann stark schwanken und nimmt oft im Verlauf zu (Gensemer et al., 2020).


Anmerkungen zu Mastzellmediator-Testung

Die Testung der Mastzellmediatoren erweist sich als recht aufwändig. Die Mediatoren werden bei Raumtemperatur schnell abgebaut, was eine strikte Kühlung der Proben erfordert (Weinstock et al., 2020).

Urinproben z.B. zur Bestimmung der N-Methylhistamin-Werte werden während 24h gesammelt und müssen während des Sammelns und Transports zum Labor konstant gekühlt werden (Weinstock et al., 2020).

Heparin muss in speziellen Blutabnahme-Röhrchen (CTAD) stabilisiert werden, da es durch Heparin-bindende Eiweisse auch gekühlt schnell abgebaut wird. Ausserdem benötigt das Labor besonders kalibrierte Geräte (Vysniauskaite et al., 2015; Hertfelder, 2025).

Wenn die Testergebnisse normal sind, die Symptome aber typisch, sollte die Testung während starker Symptome (innerhalb von 4–6 h) wiederholt werden (Seneviratne et al., 2017; Weinstock et al., 2020).

Tryptase-Testung

Tryptase ist ein wichtiger Mastzell-Marker. Sie steigt 30–60 Minuten nach Beginn starker MCAS-Symptome, z. B. bei niedrigem Blutdruck.

Medikamente können die Testergebnisse verfälschen

Wirkstoffe, welche denn Abbau oder die Bildung von Mastzellmediatoren beeinflussen, können die Blut- respektive Urin-Werte verändern. Daher müssen diese Arzneimittel in Absprache mit der verschreibenden Person mindestens 5 Tage vor der Labor-Untersuchung abgesetzt werden (Weinstock et al., 2020).

Mastzell-MediatorMedikamentWirkung auf Wert
Prostaglandin D2Entzündungs-hemmenden Schmerzmittel (NSAIDs) wie Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Mefenaminsäure, Celecoxib senken Wert
Histamin/N-MethylhistaminVitamin C in höheren Dosen, z. B. 500 mgsenkt Wert
Chromogranin AProtonenpumpen-hemmer/Magensäureblocker z.B. Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazolerhöhen Wert
Leukotrien E4Leukotrien-Synthese-Hemmer (Zileuton)senkt Wert

Häufige Symptom-Trigger

Die Auslöser einer Mastzellaktivierung sind individuell verschieden.

Häufige Trigger sind:

  • Alkohol & bestimmte Lebensmittel
  • Hitze, Kälte oder plötzlicher Temperaturwechsel
  • Insektenstiche
  • Infektionen & Fieber
  • Sport
  • psychischer/emotionaler Stress
  • körperlicher Stress z.B. Operation, Verletzung
  • Schmerzen
  • Mechanische Reize (Reibung, Vibration, Druck)
  • Medikamente: Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAIDs), Opioide, Kontrastmittel, beruhigende Medikamente (sedativa), Lokalanästhetika

Quellen: Silva et al., 2008; Bonamichi-Santos & Castells, 2016; Seneviratne et al., 2017; Weinstock et al., 2021


MCAS und hEDS

Verschiedene Studien zeigen eine Verbindung zwischen MCAS, chronischer Urtikaria und dem hypermobilen Ehlers-Danlos-Syndrom (hEDS) (Walsh et al., 2022).

Mögliche Mechanismen

  • Mastzellen reagieren empfindlich auf Dehnung der extrazellulären Matrix (EZM) -> schon „Scherkräfte“ können zur Freisetzung von Mediatoren führen (Doherty & White, 2018).
  • Laxizität der extrazellulären Matrix (EZM) bei hEDS und die damit verbundene ständige Überdehnung der EZM -> Mastzellaktivierung (Doherty & White, 2018).
  • Dysautonomien wie POTS → erhöhte Blutgefäss- & Darmdurchlässigkeit→ Aktivierung von Mastzellen (Weinstock et al., 2021).
  • Autoimmunprozesse* → Autoantikörper und/oder andere immunologische Prozesse -> Mastzellaktivierung (Weinstock et al., 2021).

* Personen mit dem Ehlers-Danlos Syndrom haben ein höheres Risiko eine Autoimmunerkrankung zu entwickeln (Rodgers et al., 2017).

Der Teufelskreis EDS–POTS-MCAS

  1. EDS = mehr «Scherkräfte» für Mastzellen -> Chymase-Freisetzung durch Mastzelldegranulation→ Bindegewebslaxizität bei EDS-Betroffenen nimmt zu
  2. Erhöhte Laxizität → stärkere Mastzellaktivierung
  3. Histamin aus Mastzellen → verstärkte Dysautonomie
  4. Dysautonomie → Durchlässigkeit des Magen-Darm-Traktes und der Blutgefässe nimmt zu → stärkere Mastzellaktivierung

→ Das Wechselspiel dieser Vorgänge kann zu einem Teufelskreis führen und kann nur durch das gleichzeitige Behandeln aller Komorbiditäten durchbrochen werden (Weinstock et al., 2021).

*EZM = Extrazelluläre Matrix


Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung von MCAS muss individuell angepasst und von einer erfahrenen Ärzt*in begleitet werden.

Die Wahl der Massnahmen erfolgt Stufenweise und nur einzelne neue Medikamente werden eingeführt, um deren Wirkung und mögliche Unverträglichkeiten auf Füll- oder Hilfsstoffe genau bewerten zu können.

Erst wenn Erstlinien-Massnahmen nicht ausreichen, können Zweitlinien-Massnahmen in Betracht gezogen werden. Sind diese nicht ausreichend, können Massnahmen der nächste Stufe erwägt werden (Weinstock et al., 2021).

Erstlinien-Massnahmen:

MassnahmeWirkstoffe / HinweiseWirkung
Trigger vermeidenVermeidung von Hitze, Stress, Alkohol, bestimmten Medikamenten, Duftstoffen und bekannten AllergenenReduziert Mastzellaktivierung
Ernährung anpassenHistaminarme und FODMAP-arme Ernährung, frische & unverarbeitete LebensmittelHistamin aus Nahrung kann Mastzellen des Darms aktivieren, FODMAP-arme Ernährung reduziert Histamin-Spiegel bei Reizdarmbetroffenen.
H1-Antihistaminika der zweiten GenerationFexofenadin, Bilastin, Cetirizin, Loratadin etc.Blockiert Histamin an H1-Rezeptoren → weniger Allergie-Symptome
H2-AntihistaminikaFamotidin, Ranitidin, Cimetidin -> Zurzeit in der Schweiz nicht verfügbarBlockieren Histamin im Magen-Darm-Trakt -> Lindert Magen-Darm-Beschwerden & Reflux
Leukotrien-Rezeptor-AntagonistenMontelukastHemmt entzündliche Leukotriene, antiallergisch, gegen Asthma
FlavonoideQuercetin, LuteolinAntioxidativ & mastzellstabilisierend
Vitamin CHilfsstoff-armes, retardiertes und liposomales Supplement wählen, max. 750mg/TagFördert Histaminabbau, hemmt Mastzell-Degranulation
Vitamin DHilfsstoff-armes Supplement wählen, Supplementation erst nach BlutuntersuchungWird für die Stabilisierung von Mastzellen benötigt
Behandlung von Begleiterkrankungenz. B. POTS, Ehlers-Danlos-Syndrom, DysautonomieGanzheitliche Symptomkontrolle
Behandlung einer zusätzlichen HistaminintoleranzDAO-Supplement (z. B. DAOsin®), Vitamin B6 (für DAO-Bildunng benötigt)Fördert den enzymatischen Histamin-Abbau
Quellen: Molderings et al., 2011; Patzen-Tscharner et al., 2012; Liu et al., 2016; McIntosh et al., 2017; Seneviratne et al., 2017; Tailor & Khullar, 2020; Weinstock et al., 2021; Vögtli, 2022; Leopoldt, 2023; Vögtli, 2023a; Vögtli, 2023b

Zweitlinien-Massnahme:

Massnahme WirkstoffeWirkung
Mastzell-StabilisatorenNatriumcromoglicat, Ketotifen Stabilisieren Mastzellen und reduzieren Mediator Freisetzung
Quellen: Seneviratne et al., 2017; Vögtli, 2022; Hircin et al., 2018; Barth et al., 2022

Drittlinien-Massnahme:

Massnahme WirkstoffeWirkung
H1-Antihistaminika (1. Generation)Ketotifen, Meclozin, Diphenhydramin, Pheniramin, Dimenhydrinat, etc.Blockiert Histamin an H1-Rezeptoren, macht müde, wirkt Parasympahikus-hemmend -> kann POTS verstärken
Quelle: Seneviratne et al., 2017; Vögtli, 2023

Viertlinien-Massnahme:

Massnahme WirkstoffWirkung
Monoklonale AntikörperOmalizumab -> im Labor hergestelltes Eiweiss, welches Immunglobulin E (IgE) bindetBlockiert IgE-vermittelte Mastzellaktivierung -> weniger Histamin, Heparin, Prostaglandine etc. freigesetzt.
Quellen: Lenal et al., 2019;Maucher, 2022

Disclaimer

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschliesslich der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Wenn du den Verdacht hast, an einer Mastzellaktivierungserkrankung bzw. MCAS zu leiden, wende dich bitte an eine*n Ärzt*in.


Hey hey, ich bin Livia : )

Bin selbst von hEDS, POTS und weiteren Begleiterkrankungen betroffen und weiss, wie herausfordernd der Alltag mit diesen Erkrankungen ist. Als Drogistin und Wissenschafts-Enthusiastin habe ich mich intensiv mit diesen Themen auseinandergesetzt, unzählige Studien gelesen und an Vorträgen und Events der Ehlers-Danlos Society teilgenommen.

Hier findest du fundierte Informationen, praktische Tipps und persönliche Einblicke, die dir helfen sollen, deinen Weg mit hEDS besser zu meistern. Dieser Blog ist für alle, die Antworten suchen, sich allein fühlen oder einfach Unterstützung brauchen. Du bist hier genau richtig – schön, dass du da bist!


Lass uns quatschen

Discover more from Ehlers-Danlos Forum

Subscribe now to keep reading and get access to the full archive.

Continue reading